Chatbots im HR

Chatbots und KI in HR – ein Interview mit Luc Dudler von Jobpal

Sie sind hip, sie sind im guten Buzzword-Jargon eines jeden Managers, sie sind wahlweise negative oder positive Projektionsfläche zum Thema „Arbeiten der Zukunft“ und eigentlich haben die Meisten eh keine Ahnung, was das genau ist: Ich rede von Chatbots.

Noch erzeugen Chatbots bei den Personalern wahlweise ein müdes Lächeln oder vor Freude allzuweit aufgerissene Augen. Der Glanz verschwindet dann meist etwas, sobald klar wird, dass die Bots auch trainiert werden wollen und die initiale Arbeit eben doch (noch) am Menschen hängt.

Das wird sich aber vermutlich sehr bald ändern. Bisher ist das unheimliche (gerne auch im doppelten Wortsinn zu lesen) Potenzial von Bots und Künstlicher Intelligenz nicht annähernd losgerollt. Selbst die Bundeskanzlerin schwenkt vom „Neuland“-Weg ab und setzt eigene Kommissionen ein, die sich nur mit dem Potenzial von KI und der Auswirkung auf den Arbeitsmarkt beschäften sollen.

Wir sollten also – gerade im HR – endlich damit loslegen, uns mit den Potenzialen der neuen Technik auseinander zu setzen.

Was sollen wir jetzt tun? Uns freuen oder uns fürchten? Sind die aktuellen Entwicklungen nun gut oder schlecht für uns als Personaler? Wird mir bald ein Bot meinen Job wegnehmen, oder will ich meinen digitalen Kollegen bald nicht mehr missen?

Um mal ein wenig mehr Licht in das Bot-Dunkel zu bringen, habe ich mich mit einem unterhalten, der sich da auskennt: Luc Dudler ist Gründer von Jobpal – einem Unternehmen, das sich auf Chatbots im HR spezialisiert hat.

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Smartphone raus, Klassenarbeit! Digitales Traineeship für Manager mit becomeZ.

Mein letzter Blogbeitrag hat für einige Kommentare auf LinkedIn gesorgt. Viel Zustimmung, aber auch einige Stimmen, die zu mehr Versöhnung und Nachsicht sowie Lösungsorientierung statt Problemwälzung auffoderten.
Was soll ich sagen: Als ich den Artikel schrieb, hab ich euch eines vorenthalten, oder besser einen: Matthias Frenzel.

Kurz vor meinem Auftritt auf der Zukunft Personal Nord erreichte mich eine Nachricht von Matthias:

„Hallo Eva, (…) Wenn du Zeit und Lust hast, würde es mich freuen, wenn du mal an unserem Stand (D.27-24) becomeZ GmbH vorbeischauen magst. Ich hätte da eine Idee für eine Zusammenarbeit… Gruß Matthias“

So knapp, so mysteriös – mag ich ja gerne. Also bin ich einfach mal vor meinem Auftritt an den Stand von becomeZ.

Zu meinem Vortrag „Führung in Zeiten der Digitalisierung“ passte der Besuch wie die Faust aufs Auge.

Matthias hat sich nämlich schon einige Gedanken zum Thema Digitalisierung von analogen Managern gemacht und aus dem Konzept kurzerhand eine Firma gegründet.

„becomeZ“ hat sich nichts geringes auf die Fahne geschrieben, als gestandene Führungskräfte mit einem Traineeship fit für die digitale Transformation machen. Und das als Reverse-Mentoring-Ansatz! Buzzword-Alarm!

Die Gründer wissen jedenfalls wovon sie reden. Wenn ihr jetzt denkt, dass ein paar crazy Typen ála Einhorn dahinter stecken, dann haltet euch mal an euren Schlaghosen fest!

Kaugummi raus, aufgemerkt, Ruhe da hinten und mitgeschrieben! Hier kommt das Interview mit Matthias:

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HR – was geht?! Oder eher: Was geht (noch) nicht?

Der Messe- und Konferenz-Marathon kommt gerade erst ins Rollen in diesem Jahr. Nach der DGFP-Konferenz im Rahmen der re:publica, der Gravity+ von Quadriga und der Zukunft Personal Nord, die kleine Schwester der ZP in Köln, geht es mit dem Personalmanagementkongress des BPM und besagter ZP in Köln weiter.

Gefühlt habe ich neben meinem Vollzeitjob eine Menge Wochenenden und Urlaubstage für meinen Job on top draufgehauen. Hat sich das denn gelohnt?

Damit man irgendwie nicht total den Überblick verliert, ist es ja wichtig, zwischendrin mal kurz durchzuatmen und zurückzuschauen. Was ist in den letzten wirklich turbulenten und quirligen Wochen eigentlich alles passiert?

Also wirklich MEGA-krass ist für mich mein Titel gemeinsam mit Robindro auf der Personalführung. Hättest du mich vor 5 Monaten gefragt, ob ich mir das vorstellen kann, dass mir das passiert, hätte ich wohl gerfagt, ob du betrunken bist! Bis ich das Interview gegeben hatte, war mir auch nicht klar, dass das wirklich die Titelstory wird. Sagenhaft!

Nach dem Endorphin-High und nach der Hälfte des HR-Marathons in diesem Jahr, muss ich aber auch eine recht nüchterne Bilanz für meinen Berufsstand ziehen.

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Spice up your team! Teambuilding ohne große Kosten.

Bereits vor einiger Zeit habe ich über Evalea berichtet, dem StartUp aus Frankfurt am Main, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Personalentwicklung auf ein neues Level zu heben.

Im Dezember 2017 erreichte mich besondere Weihnachtspost. Der Umschlag war ein wenig dicker als bei den anderen Karten. Ouh Geschenke! Geschenke mag ich ja! Also riss ich schnell den Umschlag auf und entdeckte eine Karte, an der ein kleines gläsernes Fläschchen geheftet war, in dem (wie ich zunächst dachte Bade-) Salz war.

In dem Fläschchen, so stellte sich beim Lesen der Karte heraus, war aber kein Badesalz, sondern eine Chili-Salz-Mischung. Was das Besondere an diesem Geschenk war: Es war selbst hergestellt durch das Evalea-Team.

Auf der Karte wurde darüber berichtet, dass aus einer witzigen Idee, Chilis zu züchten, schnell eine Teambuilding-Maßnahme im intern bunt zusammengewürfelten Team wurde. Wer hat die größte Pflanze, wer den meisten Ertrag – alle entwickelten einen Eifer, die Pflänzchen bestmöglichst zu hegen und zu pflegen. Die Empfänger der Karten hat es gefreut! 🙂

Weil es auf die Aktion so viel Zuspruch gab, hat sich das Evalea-Team entschlossen, das ganze unter „Chili-Challenge“ als Teambuilding-Maßnahme anzubieten. Gegen einen kleinen Unkosten-Beitrag kann also jeder selbst sehen, was Chilis im Unternehmen so bewirken können.

Ich hab mich mit Christian Olt, Head of Sales bei Evalea und verdienter Chili-Experte, über die Teambuilding-Idee der Chili-Challenge unterhalten. Das beste daran ist: Ihr könnt es ganz einfach selbst in eurem Unternehmen testen!

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Gewinne eines von zwei Tickets für den DGFP // congress 2018 „Navigating the FUTURE“ in Berlin

Die DGFP hat zwei Tickets locker gemacht für ihren Kongress am 3. und 4. Mai in Berlin. Und die lass ich natürlich in meinem Blog springen.

Wie du eines der beiden Tickets gewinnen kannst?

1. Kommentiere unter meinem letzten Blogpost, der sich um den Kongress dreht welche 3 Personaler-Typen du mit in die Rakete stecken würdest.

2. Schreibe mir anschließend eine Mail mit deinem Namen und dem Betreff „Ich will gewinnen!“ an hrisnotacrime at gmail.com – und schon bist du im Lostopf!

Teilnahmeschluss ist Mittwoch, der 18.04.2018. Die Gewinner bekommen dann per Mail Bescheid. Ich drücke dir die Daumen! 🙂

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Die Mission zum Mars – und was hat HR da verloren? #Blogparade #DGFPc18

Im Rahmen der Super-Konferenz „DGFP // congress 2018 Navigating the FUTURE“ (die dieses Jahr nicht nur auf der re:publica, sondern auch bei mir um die Ecke, im tollen Zeiss-Großplanetarium statt findet), wurde ich dazu eingeladen, mich an der Blogger-Parade zu beteiligen. Als ich fragte, worüber ich denn so schreiben solle und als Antwort „Mars-Mission und HR auf zu neuen Ufern. Was müssten wir als Personaler denn machen, um mitzukommen auf die Mars-Mission?“, musste ich erstmal lachen. Als ob wir zum Flug eingeladen würden. HR wird maximal vorher eingebunden, aber auf der Mission braucht man uns doch nicht. Oder..?

Man nehme mal die Sache mit dem Mars in Klammern und schaue mal nur auf die Mission. Im durchschnittlichen HR-Dasein kommt man doch genau dann als Jobrolle ins Spiel: Wenn es richtig losgehen soll. Die ersten Strukturen sind mehr oder minder etabliert und jetzt will „man“, a.k.a. Gründer oder Investor, richtig durchstarten.

Die Frage lautet also eigentlich nicht „Wird HR mitgenommen?“, sondern vielmehr „Welchen HR-Typ soll man eigentlich auf so eine Mission mitnehmen?“

Die HR-Landschaft ist mittlerweile bunt und wild. Generalisten vs. Spezialisten, analog vs. digital, Grundlagen-Wissen vs. Forecasts…Wie soll man sich nun richtig entscheiden? So eine Mars-Mission ist ja kein Pappenstiel.

Um die Auswahl ein wenig zu erleichtern, habe ich das Ganze mal auf 6 HR-Charaktere runtergebrochen. Entscheidet selbst, ob und wen ihr überhaupt mitnehmen würdet. Schreibt mir doch in die Kommentare, für wen ihr euch entscheidet. Aber Achtung: Ihr dürft nur 3 HR-Posten besetzen.

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OKRs – der Alleskönner für Unternehmen? Im Gespräch mit Johannes Müller von Workpath.

Was?! Du arbeitest noch nicht mit OKRs? Ich auch nicht.
„OKRs“ ist in meiner Wahrnehmung ungefähr sowas wie „New Work“, „Agile“ oder ein anderer Begriff aus dem Buzzword-Bingo jeden Managers, der was auf sich hält. Das machen doch „die großen“ wie Google und Amazon – da muss ja dann was dran sein.

Ich selbst besitze zum Thema OKRs nur ein gesundes Halbwissen und grundsätzlich stehe ich KPI-getriebenem Performance Management eher skeptisch gegenüber, aber das darf man ja theroetisch gar nicht sagen als moderner Personaler. Hängt wahrscheinlich daran, dass sich (egal, wo man hinschaut), alle Firmen schwer tun beim Thema Ziel- und Performance-Management – unabhängig von der Organisationsgröße.

Da aufmerksame Leser wissen, dass ich a) gerne meinen Horizont erweitere und mich auch b) gerne vom Gegenteil überzeugen lasse, hab ich mich einfach mal mit Johannes getroffen, als er auf Geschäftsreise in Berlin war. Und entgegen meiner Erwartung (Performance-orientierter Schnellredner ;), bin ich auf einen sehr ruhigen und interessierten Menschen getroffen, der sich meine Ideen anhörte und mir ein Sparring bot.

Johannes ist davon überzeugt, dass nur agile Methoden und ebenso agile Organisationsstrukturen die Firmen von heute zukunftsfähig machen. Er beschäftigt sich gerne mit Themen wie Führung, Zusammenarbeit, Mitarbeiterentwicklung und Organisationstheorie. Sein persönliches Konzept von guter Arbeit sind Autonomie, Gestaltungsfreiheit und Eigenverantwortung. Kein Wunder also, dass er Workpath gegründet hat.

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Organisationsrebellen gibt es nicht! Warum aus Überdruss keine Rebellion wird.

Immer häufiger liest und hört man vom „Organisationsrebellen“ –  der, der alles aufmischt, crazy durchdreht, die Organisation jongliert bis allen schwindlig wird und einfach das macht, was er will. Das cool Kid, das Kaugummi kaut, eine Taschenrechner-Casio-Uhr trägt, die Mütze verkehrt herum aufhat und sich auch genauso auf jeden Stuhl setzt. Zumindest, wenn wir in einem amerikanischen Highschool-Movie aus den 90ern wären: „Gosh you freakin‘ teacher, leave me alone!“.

Und alle denken nur: „Woher nimmt der oder die nur die Kraft her, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen und alles in Frage zu stellen?!“ Und dann kommt raus: Es ist eigentlich ’ne ganz arme Socke, die da rebelliert. Elternhaus kaputt und Schlüsselkind, Sehnsucht nach geordneten Strukturen. Rebellion als Hilfeschrei. The End. Schade.
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#2: In Ja Geiß im Interview mit Jens Munsel-Gerber

Hier also Nummer 2 der Interviewreihe: Coole Interviews von und mit coolen Menschen. Wie immer kenne ich nur den Interviewer, in diesem Fall Jens Munsel-Gerber, „The Man“ für Digitales, Kundenmanagement und Kooperationen bei berufundfamilie Service GmbH.

Ich habe gerade 10 Minuten fieberhaft überlegt, wie ich Jens eigentlich kennengelernt habe und mir fällt es nicht ein – mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß Jens es aber noch. Er ist nämlich nicht nur ein fantastischer Gesprächspartner, er kann auch eines richtig gut: Zuhören, sich das Gesagte merken und irgendwann später nochmal rauskramen. „Du hast doch mal erzählt…“, „Weißt du noch…“ –  für mich, die sehr viel redet, wenn der Tag lang ist, bisweilen manchmal eine echte Herausforderung. Aber das tolle an Jens: Er ist nie beleidigt, wenn ich mich nicht erinnere und er ist sehr geduldig.

Jens ist ein echt super Netzwerk-Vorbild für alle, die netzwerken nervig finden. Warum? Weil er sich nie laut in die erste Reihe drängelt, sondern seine Gesprächswunsch-Partner erstmal leise sondiert und dann in einer sehr angenehmen Art auf ihn oder sie zugeht. Er zeigt, dass man auch mit dieser Taktik erfolgreich Kontakte knüpfen kann.

Was sich alle Front-row-Schweine von ihm abschauen können: Er konzentriert sich voll und ganz auf seine Gesprächspartner und hat ehrliches Interesse an einer Konversation und ist nicht der „Stößchen – ach da vorne muss ich auch mal schnell „Hallo“ sagen, bis später dann!“-Typ. Was ihn auf jeden Fall zu einem Fels in der Brandung jedweder Veranstaltung macht – selbst auf Henners legendärer HR-Night. Jetzt weiß ich auch wieder, woher ich Jens kenne! Auch dort war er ein absoluter Ruhepunkt in der wuseligen Menge.

Umso spannender finde ich, dass sich der ruhige Fels in der Brandung  mit In Ja Geiss eine Interview-Partnerin ausgesucht hat, die für ihn wiederum „eine Ruhe in der hektischen Welt und insbesondere im turbulenten Berlin ausstrahlt“. „Ob ich das allerdings so kopieren kann, wage ich zu bezweifeln“, sagt er. Ich bezweifel da gar nichts, lieber Jens. Und lieben Dank schon mal an dieser Stelle dafür, dass du mit In Ja jemanden ins Interview-Boot geholt hast, der zeigt, wie „einfach“ es auch gehen kann mit dem Lebens- und Karriereweg.

Besonders hat mich In Jas Schilderung ihres Bewegungsdranges in der Kindheit berührt, weil es bei mir sehr ähnlich war. Ich habe wirklich sehr viele Sportarten ausprobieren dürfen und bei mir war immer Schluss, wenn ich auf Turniere sollte. Da hatte ich entweder „Bauchweh“ oder „die Oma hatte Geburtstag“ (gut lügen konnte ich leider noch nie).

Also, lockert schon mal eure Schultern und macht euch bereit für ein wirklich schönes Interview mit In Ja Geiß.

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#1: Cornelia Hoppe im Interview mit Sergej Zimpel

Hier ist es also. Das erste Interview aus der Reihe: Coole Interviews mit und von coolen Menschen.

Den Auftakt machen Cornelia Hoppe und Sergej Zimpel.

Cornelia Hoppe habe ich erst durch dieses Interview „kennen gelernt“ und ich muss sagen: Klare und extrem straighte Einstellungen. Cornelia würde ich nach lesen dieses Interview zutrauen, die kaumgummizähen Koalitionsverhandlungen zur Bundesregierung in zwei Tagen durchzuziehen.

Ihre Einstellung zum Leben und zum Job macht Cornelia schon durch den Namen ihrer Consulting-Firma „DONE!“ klar: Nicht lang schnacken, wir bekommen den Kram gebacken. In ihrer eigenen Vorstellung auf der Webseite setzt sich das Bild fort. Um mal zwei Zitate rauszufischen: „I fear no challenge, inside or outside of my business.“ und „My baseline: There is no love in a company, just business and numbers (ok, a little love has every company. But it´s rather magic)“.

Mich wundert nicht, dass sich Sergej Cornelia als Interviewpartnerin ausgesucht hat. Sergej kennt wahrscheinlich mehr Leute, als du und ich und wir zusammen. Wenn es was in Recruiting und HR zu wissen und zu lernen gibt: Sergej hat es schon längst Intus.

Er ist nicht nur ein exzellenter Gesprächspartner, wenn man Rat oder wahlweise auch einen hinter die Löffel will – er ist einfach ein Community-Mensch. Als Mitgründer der legendären Purple Squirrel Society e.V. hab ich ihm ungefähr meinen kompletten Werdegang mitzuverdanken. Seit neustem hat er auch einen Blog.

Ohne Sergej hätte ich weder Mut noch Power gehabt, meinen Job zu verlassen, in dem ich unglücklich war, noch würde es diesen Blog überhaupt geben. Daher war er auch der Erste, den ich gefragt hab, ob er mitmacht. 10 Sekunden später war sein „ja“ im Postfach, 3 Tage später das Interview fertig.
DONE!
Und jetzt viel Spaß beim Interview!

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