Bildquelle: Tesla, Cybertruck

5 gute Vorsätze für HR in 2020….

…mit denen man garantiert jede KI und jeden Bot alt aussehen lässt!

Bevor überall der große Jahresrückblick und der Ausblick für 2020 losgeht, habe ich mir einfach mal überlegt, womit man als Personaler heute schon anfangen kann, um morgen noch aktuell zu sein in seiner Funktion. Dabei bin ich auf 5 Punkte gekommen, die gar nicht so futuristisch klingen. Aber genau darin liegt der Trick! Nicht morgen, nicht übermorgen, nicht “dann, wenn es passt” – ab jetzt geht es los!

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5 Tipps, wie du deine HR-Abteilung glücklich machst

Na? Immer noch auf der Suche nach Personal? Immer noch überfordert mit der Fluktuation in deinem Unternehmen? Du bist Manager:in oder Geschäftsführer:in und eigentlich ganz zufrieden mit deiner Personalabteilung? Oder findest du, dass die mal “ein bisschen mehr PS auf die Straße bringen könnten”?
Egal, was dich umtreibt. Nimm dir jetzt die 10 Minuten und lies dir durch, was du tun kannst, damit deine HR-Abteilung überall verkündet: „Ich hab den/die beste:n Chef:in der Welt!”

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„Mir ist HR oft zu 0815“ Nora-Vanessa Wohlert von Edition F im Interview

Letztens wartete ich bei meinem Stammitaliener auf die „Pizza zum mitnehmen“ und konnte währenddessen einem Gespräch lauschen, das zwei Redakteurinnen miteinander führten. Eine von beiden hatte offensichtlich eine Idee für ein Online-Magazin und ihre Bekannte versuchte sie davon zu überzeugen, diese Idee endlich in die Tat umzusetzen. Dabei fiel der Satz „Frag doch mal die Nora von Edition F – die hat es doch auch geschafft! Du brauchst ein paar Unterstützer zu Anfang und wenn die Idee gut ist, fliegt sie!“

Nora-Vanessa Wohlert ist ein unternehmerisches Vorbild für Frauen – auch jenseits des Journalismus. Sie hat etwas geschafft, was für viele vor ein paar Jahren wahrscheinlich noch wie eine absurde Nischen-Idee klang: Ein Newsportal aufzubauen, das maßgeblich von Frauen für Frauen gestaltet wird. Und das sich nicht um Beauty & Lifestyle, sondern um „echte“ Themen aus der Mitte des Lebens und der Wirtschaft dreht. Darüber hinaus hat sie die Marke Edition F inkl. Konferenzen und Seminaren etabliert. Ich habe mich mit Nora über Edition F, ihre Einstellung zum Erfolg und auch über HR unterhalten. Viel Spaß!

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Was HR von (Online) Marketing lernen kann

In der eigenen Blase wird natürlich am meisten gejammert. So scheint es zumindest immer – es ist ja die eigene Info-Blase. Daher geht man natürlich davon aus, dass es der eigenen Zunft am schlechtesten geht. Im HR heißt das (angeblich): Keine Bewerber, keine Fachkräfte, kein gut ausgebildeter Nachwuchs, keine Durchschlagskraft im Unternehmen, keine Entscheidungsbefugnis und zu wenig Themen, wo man mal wirklich Einfluss nehmen kann auf die Bude.Dabei vergisst man nur allzu gerne, dass auch andere Disziplinen ihr Päckchen zu tragen haben.

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Raus aus der Komfortzone – 3 Tipps, wie du erfolgreich deinen Job wechselst

Länger habe ich auf hrisnotacrime nichts gepostet. Das hing zum einen damit zusammen, dass Jannis und ich unser Buch “HR True Story” endlich beim Verlag abgeben mussten. Zum anderen aber auch daran, dass ich im letzten Dezember meinen Job gewechselt habe. Ich arbeite nun in einem jungen Unternehmen mit dem schönen Namen Jobufo und bin dort auch u.a. für den Content-Aufbau verantwortlich. Das kostet natürlich Zeit und ich stecke meine Schreib-Kreativität gerade in diesen Part. Und so ein Jobwechsel ist eben auch anstrengend: Neue Umgebung, neue Themen, neue Kollegen, die man erstmal kennenlernen muss…

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5 Anzeichen, dass du eine HR-Abteilung brauchst.

Ich wurde letztens zu einem Lunch eingeladen. Ein Mitarbeiter einer Firma wünschte sich, dass ich seinem Geschäftsführer mal erkläre, warum HR wichtig ist. Ich fand die Idee witzig und dachte mir: Warum nicht…mal gucken, was mich erwartet.

Es war ein wirklich leckeres Essen und auch ein gutes Gespräch. Wir sind dann beide zu dem Ergebnis gekommen, dass er eigentlich kein HR braucht – weil er nichts abgeben möchte aus der Geschäftsführung. Von Personalsuche bis Arbeitsverträge erstellen bis Onboarding  – alles wird entweder auf GF-Ebene oder von den Teamleitern erledigt.
Die Kulturarbeit: Kein Problem, liegt bei den Teamleitern und der internen Kommunikation.Ansprechpartner bei Problemen oder Unstimmigkeiten: “Also wir haben alle ein Vertrauensverhältnis. Die können ja auch zu mir kommen…”.

Es ist natürlich toll, dass die Teamleiter und die Geschäftsführung ihre Aufgabe sehr ernst nehmen. Aber ich habe aus den (teilweise auch gegensätzlichen) Erzählungen zwischen Geschäftsführung und dem Mitarbeiter, der das alles initiiert hatte, den Eindruck gewonnen, dass jeder in seiner Welt verharrt. Und dass man über Probleme einfach nicht gerne spricht. Die sind da, um gelöst zu werden. Oder um zu verschwinden.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich für meinen Personaler-Job eine Menge Herzblut habe. Unter „normalen“ Umständen, hätte ich evtl. etwas vehementer argumentiert. Da ich aber seit Dezember “die Seiten gewechselt” habe und aus dem operativen HR-Geschäft raus bin, war das meine ultimative Probe. Berufsehre hoch halten, aber auch loslassen im Gespräch. Letzteres fiel mir immer noch nicht leicht, aber es ging schon deutlich besser.

Warum ich euch das jetzt schreibe? Loslassen kann ich natürlich nicht. 😉 HR ist meine Leidenschaft und ich kenne so viele tolle Personaler, die “den Laden zusammenhalten“. Ich finde es einfach schade, dass der Wert von umfassender Personalarbeit gerade bei jüngeren Gründerinnen und Gründern oder auch älteren Erstgründern noch nicht angekommen ist.

Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Der eine vertraut vielleicht sich selbst am meisten, die andere hat vielleicht vorher nur schlechte Personaler erlebt. Oder sie haben einfach noch nicht den oder die Richtige HR gefunden, der oder die ihre Firma voranbringt und können daher die Tragweite der Rolle nicht einschätzen.

Aber ab wann merkst du als Gründer eigentlich, dass du eine HR-Abteilung brauchst? Ich habe mir dazu mal ein paar Gedanken gemacht:

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Navigating the Future pt. 2: DGFP lässt endlich die Mitglieder an den Drücker!

Kongresse hier, Messen da, Meet-Ups on top: Man kann schon ganz schön müde genetzwerkt sein, jetzt so im Herbst. Das Jahr bald zu Ende…aber moment Mal. Draußen 24 Grad, nächste Woche alleine 5 interessante Möglichkeiten in Berlin an einem Treffen mit spannenden Themen teilzunehmen. Das Konferenz-Business erlebt seine Blüte und egal, wie tief man in die Tasche greifen muss: Es tut den Besuchszahlen keinen Abbruch. Ist ja auch kein Wunder, da lebenslanges Lernen einen immer größeren Stellenwert einnimmt.

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Dein Job kann dich nicht glücklich machen.

Plädoyer für eine „bewusste Jammer-Kultur“.

Glücklich im Job, froh im Job, den richtigen Job finden – der Keyword- und Buchmarkt im Bereich Beruf und Arbeitsleben liest sich ein wenig wie die Literaturliste zu Liebe und Partnerschaft. Zumindest, was die Titel angeht.

Und irgendwie ist dieses Arbeiten ja auch ein bisschen wie eine Partnerschaft: Man sieht sich jeden Tag, redet viel (oder eben gar nicht), lacht zusammen, weint zusammen. Man wird zwischendrin von anderen (Unternehmen) per Xing, LinkedIn oder Headhuntern angeflirtet und lässt sich das mal durch den Kopf gehen. Merkt dann aber doch, dass es „zu Hause“ ganz schön ist. Oder dass man selbst doch zu bequem ist, jetzt was Neues anzufangen und dann festzustellen, dass „der Neue“ beim Essen schmatzt oder das Gehalt nicht pünktlich überweist. Aber naja, bisschen genervt ist man halt schon von diesem Arbeitspartner. Das hat schließlich auch gerade in Deutschland eine lange Tradition. „Arbeit ist Arbeit, Schnaps ist Schnaps.“

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#wirsindmehr – Die Verantwortung von HR in Zeiten rechter Abgründe.

Das Thema Rassismus ist in Deutschland nun wahrlich kein neues. Zu meiner Schulzeit wohnte ich in einer der Nazi-Hochburgen in West-Deutschland. Ich erinnere mich noch, mit welchem Gefühl man zu Hip Hop-Konzerten gefahren ist. Einmal bat ich meine Mutter sogar, mich wieder abzuholen, weil sich der Nazi-Schlägertrupp angekündigt hatte. Anti-Nazidemos, rechte Schläger auf Dorffesten, Punks und Themenwochen, in denen man sich im Politikunterricht gegen Rechts engagierte. Das alles gehörte wie selbstverständlich zu meiner Schulzeit und dem Lehrplan. Es gab überhaupt keine Möglichkeit, sich nicht damit auseinanderzusetzen, was Fremdenhass und Gewalt in Deutschland bedeutet.

“Schulhof-CDs”, die rechte Gruppen als Anwerbe-Köder verteilten, waren damals in Mode. Als solche CDs in meinem Gymnasium auftauchten, ließ die Schuldirektion daraufhin Ein- und Ausgänge von der Polizei bewachen. Danach passten die Oberstufen-Schüler und insbesondere die Mitschüler aus der Punk-Szene mit Argusaugen auf, was vor den Schultoren so los war.

Wir haben damals Zeitzeugen im Unterricht gehört, haben eine KZ-Gedenkstätte besucht, sind in die Normandie gefahren und haben uns mehrere Monate lang in verschiedenen Projekten mit den Weltkriegen und der Nazi-Vergangenheit sowie dem damals aktuellen politischen Diskurs in Deutschland beschäftigt. Wer ahnte kurz vor der Jahrtausendwende, dass es nochmal zu einem solchen Zustand wie jetzt kommen könnte?!

Auf einem Auge blind ist man in seiner weißen Mittelschichts-Idylle. Klar weiß ich von Ressentiments, die Anderen passieren, aber halt nicht direkt mir. Und wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr großes Mundwerk besitze, was mich auch schon in durchaus brenzlige Situationen manövrierte. Aber früher war klar: Mädchen schlagen “sie” nicht einfach so. Und diese ganzen Rechten werden es schon noch schnallen, wie dumm sie sind. Heute ist gar nichts mehr klar.

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