Spice up your team! Teambuilding ohne große Kosten.

Bereits vor einiger Zeit habe ich über Evalea berichtet, dem StartUp aus Frankfurt am Main, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Personalentwicklung auf ein neues Level zu heben.

Im Dezember 2017 erreichte mich besondere Weihnachtspost. Der Umschlag war ein wenig dicker als bei den anderen Karten. Ouh Geschenke! Geschenke mag ich ja! Also riss ich schnell den Umschlag auf und entdeckte eine Karte, an der ein kleines gläsernes Fläschchen geheftet war, in dem (wie ich zunächst dachte Bade-) Salz war.

In dem Fläschchen, so stellte sich beim Lesen der Karte heraus, war aber kein Badesalz, sondern eine Chili-Salz-Mischung. Was das Besondere an diesem Geschenk war: Es war selbst hergestellt durch das Evalea-Team.

Auf der Karte wurde darüber berichtet, dass aus einer witzigen Idee, Chilis zu züchten, schnell eine Teambuilding-Maßnahme im intern bunt zusammengewürfelten Team wurde. Wer hat die größte Pflanze, wer den meisten Ertrag – alle entwickelten einen Eifer, die Pflänzchen bestmöglichst zu hegen und zu pflegen. Die Empfänger der Karten hat es gefreut! 🙂

Weil es auf die Aktion so viel Zuspruch gab, hat sich das Evalea-Team entschlossen, das ganze unter „Chili-Challenge“ als Teambuilding-Maßnahme anzubieten. Gegen einen kleinen Unkosten-Beitrag kann also jeder selbst sehen, was Chilis im Unternehmen so bewirken können.

Ich hab mich mit Christian Olt, Head of Sales bei Evalea und verdienter Chili-Experte, über die Teambuilding-Idee der Chili-Challenge unterhalten. Das beste daran ist: Ihr könnt es ganz einfach selbst in eurem Unternehmen testen!

Hallo Christian, die Chili-Challenge…im ersten Moment würde man meinen, es ginge um einen Ess-Wettbewerb. Wer verträgt die meisten Scoville, ohne ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder so etwas in der Art.
Aber bei euch geht es um Teambuildung und eventuell auch ein bisschen ums Gärtnern. Wie kommt man auf so eine Idee? Wieso Chilis und nicht Blumen oder Tomaten?

Ja absolut. Neben dem Spaß steht das Teambuilding im Vordergrund – das Miteinander, das gemeinsam etwas umsetzen. Um ganz ehrlich zu sein war es keine von vorne herein vollends durchdachte Maßnahme, bei der es hieß es muss nun genau, dies oder jenes dabei entstehen.

Ich war eines sonnigen Tages in der wunderschönen Stadt Frankfurt unterwegs und entdeckte in einem Laden ein kleines Gewächshäusschen, mit mehreren Chili-Samen und Töpfchen. Mir kam der Gedanke, dass es sicher Spaß machen würde gemeinsam in 2er Teams gegeneinander im Büro etwas anzupflanzen.

Damals waren wir genau 8 Leute und mir war es in erster Linie ein persönliches Anliegen, dass wir nicht in allzu traditionelle Attitüden verfallen. Eine Kultur der anonymen Bereiche mit Abgrenzung wollte ich nie und sah es dennoch als Gefahr mit steigender Mitarbeiterzahl.

So ein Projekt schien mir da genau das richtige um den Austausch anzukurbeln. Dass es Chilis wurden, war letztlich reiner Zufall. Für sie spricht, dass sie sehr widerstandsfähig sind und die Gefahr gering ist, dass zwischendurch mal jemand nascht.

Christian Olt Evalea Chilichallenge

Christian Olt, Head of Sales, Evalea GmbH

 

Wie groß und divers in Jobs und Nationalitäten ist euer Team momentan?

Also geht man mal nur von den harten Fakten eines Ausweises aus, arbeiten bei uns 4 Nationalitäten zusammen. Prinzipiell ist die „Amtssprache“ aber dennoch überwiegend Deutsch.

Wir sind sehr IT-lastig könnte man sagen. Sales und Marketing machen rein personell gerade einmal 1/3 aus. Das schwankt tatsächlich auch immer etwas, je nachdem aus welchem Bereich wir Praktikanten oder Werkstudenten bei uns haben, die unterstützen.

Außerdem haben wir unsere gesamte IT Inhouse – vom Webdevelopment bis Appdevelopment. Das ermöglicht es uns natürlich sehr agil und flexibel auf Anpassungen bei Kunden und Entwicklungen im System zu agieren.

Was war das Ziel bei eurer Büro-internen Chili-Challenge? Was war die Gewinnaussicht für das beste Team? Und was wurde überhaupt prämiert?

Also das eigentliche Ziel war wirklich den Austausch untereinander anzuregen und etwas ins Leben zu rufen bei dem das Miteinander im Vordergrund steht. Wir sind als Team die vergangen 3 Jahre stetig gewachsen und da wir gerade am Anfang auch viele studentische Mitarbeiter hatten, gab es hier auch regelmäßige Wechsel. Da wird es teilweise schwer sich wirklich zu kennen als Team. Gerade das ist aber eine unserer Stärken, das Miteinander. Es gab kein akutes Problem, aber wenn es einfache Wege gibt vorzubeugen, dann handeln wir lieber präventiv. Also haben wir etwas gestartet, bevor es zwangsweise ein Ziel geben musste. Es hätte auch einfach nur Spaß machen können, damit wären wir auch absolut fine gewesen.

Zu gewinnen gab es erstmal nichts, außer Ruhm und Ehre für den Besten Bürobotaniker natürlich. Das war Anreiz genug für jeden und kein Team wollte sich die Blöße geben, am Ende ohne Chilis dazustehen.

Erklärtes Ziel ist es bei der ChiliChallenge das meiste Gewicht an Chilis zu erzielen. Da bei dem einen aber von 5 Samen 5 aufgehen und beim anderen nur 3, haben wir gesagt die Pflanze mit dem meisten Ertrag (Ernte-Gewicht der Chilis) zählt. Das waren in unserem Fall 57.8 Gramm Chilis als Bestmarke.

Natürlich haben am Ende alle gewonnen, nicht nur philosophisch gesprochen, sondern es gab verschiedene Kategorien. Für die meisten überlebenden Pflanzen, für die größte Pflanze, das meiste Gewicht, da darf man dann gerne kreativ sein.

Weshalb habt ihr euch dazu entschlossen, eine ganze Bewegung daraus zu machen? Wer soll sich aus deiner Sicht daran beteiligen?

Der Gedanke kam eigentlich erst auf, als wir auf Events und mit anderen Startups darüber gesprochen haben. Die Idee kam super an und wir wurden oft gefragt, ob man das nicht auch Unternehmen gegen Unternehmen machen könnte, oder Abteilung gegen Abteilung. Und klar, prinzipiell ist das, glaube ich, für jedes Team eine Bereicherung und schadet sicher nicht. Ob man nun nur gegen den Tischnachbarn spielt oder als IT dem Marketing mal zeigen will, wer den grüneren Daumen hat, wieso nicht. Der Einsatz ist minimal und medial lässt sich das Ganze auch leicht nutzen.

Wir finden es einfach sinnvoll und daher haben wir beschlossen ein kleines Angebot zu schaffen und alles Nötige zum Selbstkostenpreis zu beschaffen und den Teilnehmern zuzuschicken. So muss sich niemand um etwas kümmern, sondern kann einfach loslegen.

Mitmachen kann auf jeden Fall jeder!

Chili 2

Zur Not geht es auch ohne Übertopf: Die Chili-Challenge leicht gemacht!

Was war das coolste, das innerhalb dieses Chili-Teambuildings passiert ist? Hast du ein konkretes Beispiel?

Das coolste für mich war, als wir die erste klitze kleine Chili entdeckt haben. Die war zwar noch grün und wirklich winzig, aber nach dem langen warten haben wir uns alle kollektiv gefreut. Und genau das war das coole, das obwohl wir uns als Teams gegenseitig gechallenged haben, es trotzdem ein gemeinsamer Team-Erfolg war und es auch egal war von wem die Pflanze denn nun ist. Wir hatten es geschafft. Wir hatten Chilis gezüchtet. Diese Dynamik und gemeinsame Freude war klasse.

Ihr sitzt ja in Frankfurt am Main, das bisher eher für die großen Investments und nicht für seine StartUp-Szene bekannt ist. Wie läuft die Community in Frankfurt? Oder anders gefragt: Gibt es überhaupt eine?

Es gibt sie, wobei man sagen muss, dass es eher eine Community aus dem Rhein-Main-Gebiet gibt. Da gehören dann eben auch Darmstadt mit der TU und Highest (Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST) dazu, oder eben auch Wiesbaden mit dem Heimathafen. Ob es vergleichbar ist mit der Szene in Berlin oder München, da muss ich gestehen, kann ich aus persönlicher Erfahrung wenig dazu sagen.

In Berlin finden eigentlich jeden Tag gefühlte 70 Meetup statt. Wie kollaboriert ihr in Frankfurt bzw. tauscht euch untereinander aus? Über Meetups oder eher über persönliche Treffen?

Es gibt hier tatsächlich sehr viele Meetups und Events. Gerade die vielen CO-Working Spaces wie das MEET/N/WORK, das Tech-Quartier oder das neu eröffnete WeWork bieten hier immer wieder Anlaufstellen und Hubs zum Netzwerken.

Was Meetups betrifft bin ich erst seit knapp einem Jahr etwas aktiver dabei. Aber es gibt eine Vielzahl an Formaten und man bekommt thematisch viel geboten. Da ist alles dabei. Von Growth Hacking, aber auch speziell für HR-ler gibt es gleich mehrere Meetup-Reihen, wie beispielsweise BEYOND HR oder letsinnovateHR.

Auch die StartupSafari hat hier im Rhein-Main Gebiet schon Halt gemacht und solche Veranstaltungen sorgen da natürlich auch immer wieder für Austausch. Es ist schon was los. 🙂

 

Lohnt sich Frankfurt am Main überhaupt als StartUp-Standort? Ich denke da an hohe Lebenshaltungskosten und hohe Mieten. Ich weiß noch, als ich das erste mal nach einem Jahr FFM in Berlin ne Falafel bestellt hab und dachte: Heute muss wohl Sonderangebotstag sein. 😉

Der Standort Rhein-Main Gebiet mit Frankfurt als Zentrum ist gerade was die Unternehmensdichte und vielfallt betrifft sicher lohnenswert. Das war auch ein Grund für Timo und David damals von Bayreuth hier in die Mainmetropole zu ziehen.

Nach und nach verliert es auch seinen Ruf als Fluktuationsstadt in der ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Speziell für Fintechs ist es natürlich auf Grund der Banken vor der Haustür ein hübsches Pflaster. Für mich ist Frankfurt einfach wunderschön und wenn man mal ganz ehrlich ist, wer auf eine echte Skyline wert legt, der kommt in Deutschland nicht an Frankfurt vorbei.

Zum guten Schluss nochmal die Frage: Warum sollte ich nachdenken, auch Chili-Challenger zu werden? Und was brauch ich zur Umsetzung? Sollte ich irgendwas beachten?

Wer sich für den größten Hobbygärtner im Büro hält, der sollte sich natürlich ohnehin dazu berufen fühlen, das unter Beweis zu stellen. Für alle anderen die in Ihrem Team auf natürliche, ungezwungene Weise den Austausch anregen möchten, bietet es aber auch eine smarte günstige Möglichkeit etwas für`s Teambuilding zu tun. Jeder der mitmacht erntet am Ende etwas und alle profitieren. Nebenbei wird das Büro gleich auch noch grüner.

Es braucht nur ein Paar Chilisamen, etwas Erde und ein Töpfchen – Schon kann`s losgehen. Damit es keine Ausreden gibt und es am Ende doch nichts wird, gibt`s kleine Pakete auch fix und fertig auf chilichallenge.de .

Das ist das schöne, außer, dass Chilis scharf sind und die Erde immer feucht sein muss, gibt es nichts zu beachten.

Christian, lieben Dank für das Interview.

 

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