Smartphone raus, Klassenarbeit! Digitales Traineeship für Manager mit becomeZ.

Mein letzter Blogbeitrag hat für einige Kommentare auf LinkedIn gesorgt. Viel Zustimmung, aber auch einige Stimmen, die zu mehr Versöhnung und Nachsicht sowie Lösungsorientierung statt Problemwälzung auffoderten.
Was soll ich sagen: Als ich den Artikel schrieb, hab ich euch eines vorenthalten, oder besser einen: Matthias Frenzel.

Kurz vor meinem Auftritt auf der Zukunft Personal Nord erreichte mich eine Nachricht von Matthias:

„Hallo Eva, (…) Wenn du Zeit und Lust hast, würde es mich freuen, wenn du mal an unserem Stand (D.27-24) becomeZ GmbH vorbeischauen magst. Ich hätte da eine Idee für eine Zusammenarbeit… Gruß Matthias“

So knapp, so mysteriös – mag ich ja gerne. Also bin ich einfach mal vor meinem Auftritt an den Stand von becomeZ.

Zu meinem Vortrag „Führung in Zeiten der Digitalisierung“ passte der Besuch wie die Faust aufs Auge.

Matthias hat sich nämlich schon einige Gedanken zum Thema Digitalisierung von analogen Managern gemacht und aus dem Konzept kurzerhand eine Firma gegründet.

„becomeZ“ hat sich nichts geringes auf die Fahne geschrieben, als gestandene Führungskräfte mit einem Traineeship fit für die digitale Transformation machen. Und das als Reverse-Mentoring-Ansatz! Buzzword-Alarm!

Die Gründer wissen jedenfalls wovon sie reden. Wenn ihr jetzt denkt, dass ein paar crazy Typen ála Einhorn dahinter stecken, dann haltet euch mal an euren Schlaghosen fest!

Kaugummi raus, aufgemerkt, Ruhe da hinten und mitgeschrieben! Hier kommt das Interview mit Matthias:

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HR – was geht?! Oder eher: Was geht (noch) nicht?

Der Messe- und Konferenz-Marathon kommt gerade erst ins Rollen in diesem Jahr. Nach der DGFP-Konferenz im Rahmen der re:publica, der Gravity+ von Quadriga und der Zukunft Personal Nord, die kleine Schwester der ZP in Köln, geht es mit dem Personalmanagementkongress des BPM und besagter ZP in Köln weiter.

Gefühlt habe ich neben meinem Vollzeitjob eine Menge Wochenenden und Urlaubstage für meinen Job on top draufgehauen. Hat sich das denn gelohnt?

Damit man irgendwie nicht total den Überblick verliert, ist es ja wichtig, zwischendrin mal kurz durchzuatmen und zurückzuschauen. Was ist in den letzten wirklich turbulenten und quirligen Wochen eigentlich alles passiert?

Also wirklich MEGA-krass ist für mich mein Titel gemeinsam mit Robindro auf der Personalführung. Hättest du mich vor 5 Monaten gefragt, ob ich mir das vorstellen kann, dass mir das passiert, hätte ich wohl gerfagt, ob du betrunken bist! Bis ich das Interview gegeben hatte, war mir auch nicht klar, dass das wirklich die Titelstory wird. Sagenhaft!

Nach dem Endorphin-High und nach der Hälfte des HR-Marathons in diesem Jahr, muss ich aber auch eine recht nüchterne Bilanz für meinen Berufsstand ziehen.

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Spice up your team! Teambuilding ohne große Kosten.

Bereits vor einiger Zeit habe ich über Evalea berichtet, dem StartUp aus Frankfurt am Main, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Personalentwicklung auf ein neues Level zu heben.

Im Dezember 2017 erreichte mich besondere Weihnachtspost. Der Umschlag war ein wenig dicker als bei den anderen Karten. Ouh Geschenke! Geschenke mag ich ja! Also riss ich schnell den Umschlag auf und entdeckte eine Karte, an der ein kleines gläsernes Fläschchen geheftet war, in dem (wie ich zunächst dachte Bade-) Salz war.

In dem Fläschchen, so stellte sich beim Lesen der Karte heraus, war aber kein Badesalz, sondern eine Chili-Salz-Mischung. Was das Besondere an diesem Geschenk war: Es war selbst hergestellt durch das Evalea-Team.

Auf der Karte wurde darüber berichtet, dass aus einer witzigen Idee, Chilis zu züchten, schnell eine Teambuilding-Maßnahme im intern bunt zusammengewürfelten Team wurde. Wer hat die größte Pflanze, wer den meisten Ertrag – alle entwickelten einen Eifer, die Pflänzchen bestmöglichst zu hegen und zu pflegen. Die Empfänger der Karten hat es gefreut! 🙂

Weil es auf die Aktion so viel Zuspruch gab, hat sich das Evalea-Team entschlossen, das ganze unter „Chili-Challenge“ als Teambuilding-Maßnahme anzubieten. Gegen einen kleinen Unkosten-Beitrag kann also jeder selbst sehen, was Chilis im Unternehmen so bewirken können.

Ich hab mich mit Christian Olt, Head of Sales bei Evalea und verdienter Chili-Experte, über die Teambuilding-Idee der Chili-Challenge unterhalten. Das beste daran ist: Ihr könnt es ganz einfach selbst in eurem Unternehmen testen!

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Organisationsrebellen gibt es nicht! Warum aus Überdruss keine Rebellion wird.

Immer häufiger liest und hört man vom „Organisationsrebellen“ –  der, der alles aufmischt, crazy durchdreht, die Organisation jongliert bis allen schwindlig wird und einfach das macht, was er will. Das cool Kid, das Kaugummi kaut, eine Taschenrechner-Casio-Uhr trägt, die Mütze verkehrt herum aufhat und sich auch genauso auf jeden Stuhl setzt. Zumindest, wenn wir in einem amerikanischen Highschool-Movie aus den 90ern wären: „Gosh you freakin‘ teacher, leave me alone!“.

Und alle denken nur: „Woher nimmt der oder die nur die Kraft her, sich gegen alle Konventionen aufzulehnen und alles in Frage zu stellen?!“ Und dann kommt raus: Es ist eigentlich ’ne ganz arme Socke, die da rebelliert. Elternhaus kaputt und Schlüsselkind, Sehnsucht nach geordneten Strukturen. Rebellion als Hilfeschrei. The End. Schade.
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Aber Großmutter, warum gibt es denn so wenige Frauen im HR-Rampenlicht?

Länger habe ich überlegt, dass ich etwas dazu schreiben möchte. Sollte, muss. Leicht gefallen ist es mir dennoch nicht. Es sind halt sehr schwierige und auch subjektive Themen, die man da anreisst. Frauenquote, Diskriminierung, Belästigung, #metoo… irgendwie kam dann plötzlich einiges zusammen. Aber Moment mal: Wie subjektiv ist das alles eigentlich? Ich lasse es mal auf ein Experiment ankommen.

Eigentlich pfeifen es doch die Spatzen von den Dächer: Irgendwas stimmt doch nicht im HR-Land. Ich werde ziemlich oft gefragt: Warum gibt es eigentlich so weniger HRlerinnen, die bloggen? Warum werden überwiegend Männer als Speaker, Moderatoren, Kommentatoren gebucht? Warum muss man sich als Frau eigentlich gefühlt doppelt anstrengen, um ernst genommen zu werden? Warum bekomme ich als Frau nicht die selbe Aufmerksamkeit für kluge Aussagen, wie mein Kollege?
Ich habe darauf meistens auch keine schlaue Erklärung parat. Ich frage mich folgendes:

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HR zu neuer Blüte: Was uns Bots und KI in Zukunft bringen.

In meinem letzten Post habe ich mich dem Thema HR-Bots genähert. Ich bin darauf eingegangen, was (aus meiner Sicht) Bots ausmachen und was Künstliche Intelligenz momentan für HR bedeutet. Dabei habe ich die (gewollt provokante) Frage gestellt, ob ein Bot oder KI den Personaler ersetzen kann. Die Antworten waren einstimmig: Das wird nicht möglich sein.

Im Rahmen meines Vortrags auf der diesjährigen Zukunft Personal in Köln, habe ich mir Gedanken über die Zukunft von HR in einer vernetzten und künstlich intelligenten Welt gemacht. Auch bei meinem Vortrag bin ich über die Geschichte der Bots und von KI zu deren heutigen – und möglichweise zukünftigen Einsatzgebieten im HR gekommen.

Den Wert von guter und umfassender Personalarbeit wird auch in Zukunft kein Bot aufwiegen können. Warm anziehen sollten sich aber die Kollegen, die eigentlich nur ihre Ruhe wollen und hinter verschlossenen Türen Tabellen auswerten und Verträge schreiben möchten.
„Hä, hallo? Wer macht denn sowas noch?! Geht doch gar nicht mehr!“ Ich sehe (insbesondere bei meinen Berliner Kollegen) schon die Fragezeichen. Aber Berlin ist nicht der Nabel des wirtschaftsstarken Deutschland. Und beim traditionsreichen Mittelständler ticken die Uhren auch ein wenig anders als im StartUp. Und mal ganz zu schweigen von Großkonzernen, wo bei einer „neuen“ Rollendefinition Jahre ins Land ziehen, ehe alle „mitgenommen“ sind.

Aber das wird es eben nicht mehr geben. Das feilschen um Nebensätze in der Rollenbeschreibung, das zurückziehen auf Admintätigkeiten, vorbei.

Was wir in Zukunft besprechen müssen ist nicht mehr, wie wir die Rolle als HR (Business Partner) leben wollen, sondern wie wir insgesamt unseren Job neu gestalten.

In einer Welt, die zwar zunehmend komplexer wird, aber auch Annehmlichkeiten für unsere Berufsgruppe bereithalten wird. Welche Annehmlichkeiten das sein könnten und was wir als HR tun sollten, um gut durch die nächsten Jahre zu kommen – das habe ich mal aus meiner Sicht zusammengeschrieben.

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10 Tipps zum Netzwerken – und warum es Spaß macht, das auf Barcamps zu tun.

Als die Einladung zum DB Exchange-Barcamp ins Mailfach flatterte, war ich erstmal erstaunt. Hatte Hartmut vergessen, dass ich meinen Arbeitgeber doch schon vor einiger Zeit gewechselt hatte? Nein, das sei schon alles richtig so, wurde mir versichert. „Spend less, share more“ als Motto. Aha..?!

Nach meiner Anmeldung – zunächst hielt ich fälschlicherweise den abendlichen Auftakt für den einzigen Teilnahmepart (trinken und quatschen kann ich 😉 )- wurde ich dann doch mit einer eineinhalbtägigen, tollen Veranstaltung belohnt. Schon am Vorabend in den Spreewerkstätten war klar: Ich werde es am kommenden Tag keinesweges nur mit Bahnern zu tun haben, sondern mit einem bunten Portfolio aus Agile Coaches, Personalentwicklern, IT’lern, Konzern- Führungskräften und Startup-Geschäftsführern. Die Vorfreude stieg ob der tollen abendlichen Gespräche.

Leider wurde mir in diesem Zuge (1 Wortspielpunkt) auch bewusst, dass ich meine ursprüngliche Sessionidee kurzerhand umstricken musste. Ich sag mal so: Was dann am frühen Morgen nach dem doch etwas späteren Zubettgehen als Vorstellung meiner Session raus kam, war gar nicht mal so schlecht. Für Bahnverhältnisse leider etwas zu englisch, aber my gosh, relax.

„Netzwerken mit Eva auf Denglisch“- an meine Gruppe kann ich nur sagen: „sänk you for travelling with me!“ Allen, die nicht dabei, möchte ich die spannenden Learnings der Session nicht vorenthalten.

(Wer mir per Mail die Anzahl der eingestreuten englischen Begriffe mit seiner Adresse zusammen schickt, bekommt eine Überraschung zugesendet! 🙂 )

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Azubigap, Fachkräftemangel und euer Facebook-Marketing ist für die Katz? Dann lest mal weiter!

Gibt es den vielbeschworenen Fachkräfte- und Azubimangel wirklich? Sind da draußen zu wenige junge Leute, die sich überhaupt noch für eine klassische Ausbildung interessieren? Alle wollen Abi und studieren – wer will da noch im Einzelhandel oder im Restaurantfach arbeiten?!

„Noch ziemlich viele!“, sagt Thomas Paucker von JobUFO. Er hat mit seinen Mitstreitern mal eben mit einer Videobewerbungs-App dezent den Azubimarkt neu aufgerollt.

Bewerbung per Handyvideo – was für viele jenseits der 30 nach unangenehmem Gestammel im Selfie-Modus der Kamera klingt, ist für die „Generation Snapchat“ ein alter Hut. Da wird der Klassenquerulant plötzlich zum singenden und Gitarre spielenden Bewerber-Troubadour und die Stille aus der letzten Reihe liefert plötzlich eine leidenschaftliche Rede auf den Servicegedanken in der Gastronomie ab. „Generation Lost“ klingt irgendwie anders. Doch kommen diese Bewerber wirklich im Unternehmen an?

Trotz den Erfolgen, die JobUFO auf Bewerbermessen verbuchen kann, (hier gehen sie mit den meisten tastächlichen Bewerbungen im Gepäck nach Hause, während die Flyer der großen Player in der Mülltonne landen), winken noch viele große Unternehmen beim Thema Videobewerbung ab. Zu unsicher, zu crazy, zu papierlos – und was ist eigentlich mit dem Datenschutz?!
(Antwort zum Datenschutz lautet: Ist bereits in einem großen deutschen Konzern durch mehrere scharfe Prüfungen durchgekommen.)

Aber: Wenn niemand von den Entscheidern versteht, was junge Bewerber von heute brauchen und sich hinter altgedienten Prozessen verstecken – wie will man die jungen Menschen dann zur Ausbildung bringen?!

Quo vadis Azubimarketing? Atmet es noch? Ich hab mir mal mit Thomas Paucker von JobUFO den halbtoten Patienten genauer angesehen.

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5 Tipps für einen besseren Start im Bewerbungsgespräch – für Bewerber UND Recruiter.

Hallo lieber Bewerber, du bist uns wichtig und es tut uns leid! Deine HR

In der Edition F erschien zu meiner Überraschung (lies: zu meinem Entsetzen) bereits vor einiger Zeit ein Artikel mit dem Titel „Liebe Bewerber, ich kann es nicht mehr hören…“. Der Titel wurde mittlerweile entschärft und als „offener Brief an Bewerber“ überschrieben. Nachdem ich gerade wieder bei LinkedIn darüber gestolpert bin – diesmal als Verlinkung des business-insider und unter alter Überschrift, bekam ich erneut hochgradig Schnappatmung.

Wenn du Personaler oder Führungskraft bist, die in Bewerbungsgesprächen dabei sitzt, dann denke bitte mal eben darüber nach: Wann war das letzte Mal, dass du in der Bewerberrolle warst? Ist vielleicht schon etwas her, vielleicht war es auch kürzlich. Wie waren die Gespräche, die du hattest? Wie hast du dich dabei gefühlt? Was ging dir davor und danach durch den Kopf?
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„Spende dein Talent“ – mit Unternehmenskultur Gutes tun.

In meiner Firma gibt es ein schwarzes Sparschwein. Das steht in unserer Küche und wird von jedem gefüttert, der Türen knallt, seine Zugangskarten verliert oder der so waghalsig war, gegen die unangefochtenen Kicker- oder Fifa-Meister zu wetten.
Jedes halbe Jahr wird das Sparschwein durch meine Kollegin Stephanie geleert, die das Geld dann zur Arche e.V. in Berlin bringt.

Das ist alles eine sehr analoge Angelegenheit. Bei comspace, einer Agentur für Digitales, die zur Abwechslung mal im wunderschönen Bielefeld beheimatet ist, hat man sich zum Thema Spenden ganz eigene Gedanken gemacht.

Herausgekommen ist eine (durch den Bundesverband der Personalmanager ausgezeichnete) Plattform, die monetäres Spenden mit Unternehmenskultur verknüpft.

Wie das funktioniert, was Nepal damit zu tun hat und was sich bei comspace dadurch getan hat, haben mir Hanna und Sarah zunächst am Telefon erzählt. Nach dem Telefonat hat mir Hanna nochmal weitere Fragen zum Projekt „Spende dein Talent“ beantwortet.

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