Dein Job kann dich nicht glücklich machen.

Plädoyer für eine „bewusste Jammer-Kultur“.

Glücklich im Job, froh im Job, den richtigen Job finden – der Keyword- und Buchmarkt im Bereich Beruf und Arbeitsleben liest sich ein wenig wie die Literaturliste zu Liebe und Partnerschaft. Zumindest, was die Titel angeht.

Und irgendwie ist dieses Arbeiten ja auch ein bisschen wie eine Partnerschaft: Man sieht sich jeden Tag, redet viel (oder eben gar nicht), lacht zusammen, weint zusammen. Man wird zwischendrin von anderen (Unternehmen) per Xing, LinkedIn oder Headhuntern angeflirtet und lässt sich das mal durch den Kopf gehen. Merkt dann aber doch, dass es „zu Hause“ ganz schön ist. Oder dass man selbst doch zu bequem ist, jetzt was Neues anzufangen und dann festzustellen, dass „der neue“ beim Essen schmatzt oder das Gehalt nicht pünktlich überweist. Aber naja, bisschen genervt ist man halt schon von diesem Arbeitspartner. Das hat schließlich auch gerade in Deutschland eine lange Tradition. „Arbeit ist Arbeit, Schnaps ist Schnaps.“

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5 Tipps für einen besseren Start im Bewerbungsgespräch – für Bewerber UND Recruiter.

Hallo lieber Bewerber, du bist uns wichtig und es tut uns leid! Deine HR

In der Edition F erschien zu meiner Überraschung (lies: zu meinem Entsetzen) bereits vor einiger Zeit ein Artikel mit dem Titel „Liebe Bewerber, ich kann es nicht mehr hören…“. Der Titel wurde mittlerweile entschärft und als „offener Brief an Bewerber“ überschrieben. Nachdem ich gerade wieder bei LinkedIn darüber gestolpert bin – diesmal als Verlinkung des business-insider und unter alter Überschrift, bekam ich erneut hochgradig Schnappatmung.

Wenn du Personaler oder Führungskraft bist, die in Bewerbungsgesprächen dabei sitzt, dann denke bitte mal eben darüber nach: Wann war das letzte Mal, dass du in der Bewerberrolle warst? Ist vielleicht schon etwas her, vielleicht war es auch kürzlich. Wie waren die Gespräche, die du hattest? Wie hast du dich dabei gefühlt? Was ging dir davor und danach durch den Kopf?
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Women in Digital – #WIDI e.V.-Event Berlin

Es ist nun schon eine Woche her, dass der Berliner Verein #WIDI Women in Digital zu seiner Veranstaltung am 27.6. in die Deutsche Bank nach Berlin lud. Der Bericht folgt erst jetzt, weil ich im Urlaub meine Online-Kommunikation auf das Nötigste beschränke. 😉

Die Veranstaltung Unter den Linden stand ganz im Zeichen des Netzwerkens. Zum einen ist es ja auf Veranstaltungen ohnehin Ziel, mal ein paar frische Gesichter und Geschichten aufzuschnappen, zum anderen stand die gesamte Veranstaltung unter dem Motto „#FemaleEmpowerment – Trend, leere Worthülse oder Chance?“.
Bei den Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen, ging es um Netzwerken im Allgemeinen und um das Besondere am Netzwerken für, mit und von Frauen.

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Von Beruf: Frau

Die Studien belegen es: Frauen sind unterbezahlt. Das ist leider nichts wirklich neues.

Darüber hinaus sollen sie selbstverständlich Familie und Karriere abfahren. Ist ja auch nichts neues. Ist doch ganz normal und modern, hallo?! Benachteiligung war ja wohl gestern.

Ich sage: Im Gegenteil . Frauen sehen sich – insbesondere mit Kindern – im Job oft Benachteiligungen ausgesetzt. Es soll wohl immer noch Geschlechtsgenossinnen (insbesondere Frauen in Top-Positionen) geben, die in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kein Problem sehen. Disziplin sei alles und dann schafft man das schon mit der Karriere. Dass diese „Disziplin“ teuer mit Kindermädchen und einigen Tränen an Sonntag Abenden erkauft wird, wenn es mal wieder an den Zweitwohnsitz geht, davon erzählt man lieber nicht so gerne. Das Stigma der Rabenmutter.

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