HR – was geht?! Oder eher: Was geht (noch) nicht?

Der Messe- und Konferenz-Marathon kommt gerade erst ins Rollen in diesem Jahr. Nach der DGFP-Konferenz im Rahmen der re:publica, der Gravity+ von Quadriga und der Zukunft Personal Nord, die kleine Schwester der ZP in Köln, geht es mit dem Personalmanagementkongress des BPM und besagter ZP in Köln weiter.

Gefühlt habe ich neben meinem Vollzeitjob eine Menge Wochenenden und Urlaubstage für meinen Job on top draufgehauen. Hat sich das denn gelohnt?

Damit man irgendwie nicht total den Überblick verliert, ist es ja wichtig, zwischendrin mal kurz durchzuatmen und zurückzuschauen. Was ist in den letzten wirklich turbulenten und quirligen Wochen eigentlich alles passiert?

Also wirklich MEGA-krass ist für mich mein Titel gemeinsam mit Robindro auf der Personalführung. Hättest du mich vor 5 Monaten gefragt, ob ich mir das vorstellen kann, dass mir das passiert, hätte ich wohl gerfagt, ob du betrunken bist! Bis ich das Interview gegeben hatte, war mir auch nicht klar, dass das wirklich die Titelstory wird. Sagenhaft!

Nach dem Endorphin-High und nach der Hälfte des HR-Marathons in diesem Jahr, muss ich aber auch eine recht nüchterne Bilanz für meinen Berufsstand ziehen.

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OKRs – der Alleskönner für Unternehmen? Im Gespräch mit Johannes Müller von Workpath.

Was?! Du arbeitest noch nicht mit OKRs? Ich auch nicht.
„OKRs“ ist in meiner Wahrnehmung ungefähr sowas wie „New Work“, „Agile“ oder ein anderer Begriff aus dem Buzzword-Bingo jeden Managers, der was auf sich hält. Das machen doch „die großen“ wie Google und Amazon – da muss ja dann was dran sein.

Ich selbst besitze zum Thema OKRs nur ein gesundes Halbwissen und grundsätzlich stehe ich KPI-getriebenem Performance Management eher skeptisch gegenüber, aber das darf man ja theroetisch gar nicht sagen als moderner Personaler. Hängt wahrscheinlich daran, dass sich (egal, wo man hinschaut), alle Firmen schwer tun beim Thema Ziel- und Performance-Management – unabhängig von der Organisationsgröße.

Da aufmerksame Leser wissen, dass ich a) gerne meinen Horizont erweitere und mich auch b) gerne vom Gegenteil überzeugen lasse, hab ich mich einfach mal mit Johannes getroffen, als er auf Geschäftsreise in Berlin war. Und entgegen meiner Erwartung (Performance-orientierter Schnellredner ;), bin ich auf einen sehr ruhigen und interessierten Menschen getroffen, der sich meine Ideen anhörte und mir ein Sparring bot.

Johannes ist davon überzeugt, dass nur agile Methoden und ebenso agile Organisationsstrukturen die Firmen von heute zukunftsfähig machen. Er beschäftigt sich gerne mit Themen wie Führung, Zusammenarbeit, Mitarbeiterentwicklung und Organisationstheorie. Sein persönliches Konzept von guter Arbeit sind Autonomie, Gestaltungsfreiheit und Eigenverantwortung. Kein Wunder also, dass er Workpath gegründet hat.

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Bitte schreibt nicht “Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung”!

Ein Programmierer berichtet über seine Sicht auf Direct Search

Guestblog von Sergej Zimpel

In Zeiten, in denen die Bewerbungen nicht mehr von alleine zuflattern und die Kandidatensuche keine one-way-Show mehr ist, verlassen sich die meisten Unternehmen nicht mehr auf Jobportale.

Direktansprache  ist längst kein Next Big Thing-Thema mehr, sondern bei den meisten Unternehmen schon im Standard-Recruiting Kanon angekommen. So gaben 2015 46% der befragten Personaler an, Direktansprache im Recruiting zu nutzen.

Für die potenziellen Kandidaten ist das natürlich eine recht komfortable Situation. Keine Suche auf Jobportalen, keine umständlichen Bewerbungsprozesse – die Jobangebote landen (auch ungefragt) einfach im Postfach.

Ansprachen über soziale Netzwerke sind bei den Bewerbern auch gar nicht mal so unbeliebt. 81% der befragten ITler gaben an, auf Xing und LinkedIn von Headhuntern kontaktiert werden zu wollen. Allerdings führt diese Entwicklung auch dazu, dass gefragte Kandidaten so viele Ansprachen von Personalern bekommen, dass sie diese vermehrt als Spam wahrnehmen.

Wie können Recruiter die Kandidaten trotz Nachrichtenflut erreichen? Was führt dazu, dass ein Kandidat eine Nachricht überhaupt öffnet? Da wir diese Fragen nicht aus HRler-Sicht beantworten können, habe ich meinen ehemaligen Kollegen Alberto kontaktiert und ihn um ein kurzes Interview gebeten.

Alberto ist PHP Entwickler und nimmt an dem CTO-Programm von Project A teil, das erfahrene Entwickler zu CTOs ausbildet.
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„Na, was gelernt oder Zeit abgesessen?“ – Evaluation von Trainingsmaßnahmen neu gedacht.

Als Personalentwickler kennt man das: Alljährlich grüßt die Budgetplanung für Weiterbildungsmaßnahmen. Doch wie effektiv ist dieses Training, das ich bereits zum dritten Mal einkaufe, wirklich? Klar, der Name des Anbieters ist nicht unbekannt und wenn es im dritten Jahr läuft, kann es so schlecht doch nicht sein…oder? Hektisch sieht man sich vielleicht nochmal die Bewertungsbögen an, die entweder vom Bildungsanbieter oder von einem sebst erstellt wurden. Wurden da wirklich die richtigem Fragen gestellt? Ist das nun wirklich diese berühmte „Erfolgskontrolle“?

Timo Riedle hat sich mit seinem Team von Evalea zum Ziel gesetzt, die Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen auf das nächste Level zu heben. Gemeinsam mit seinem Mitgründer David Maurer hat er ein System entwickelt, mit dem HRler sowie Trainer ohne großen Aufwand eine digital unterstützte Evaluation und Erfolgskontrolle ihrer Weiterbildungsmaßnahmen anstoßen können.

Das fand ich spannend und deshalb habe ich (nachdem ich mich im Testaccount umgesehen habe) Timo gebeten, mir noch mehr über Evalea zu erzählen.

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Schluss mit Silodenken: Mitarbeitervernetzung leicht gemacht!

Über „Workdate“ bin ich auf Twitter gestolpert. In meinem HR-Netzwerk ist häufiger die Frage nach guten Tools zur Mitarbeitervernetzung aufgetaucht. Ab einer gewissen Anzahl an Mitarbeitern wird es mit „Namen ziehen“ und „Excel-Tabellen nachhalten“ einfach zu umständlich. Als HRler möchte man aber natürlich den informellen (Wissens-)Austausch im Unternehmen voranbringen. Also stellt man sich zurecht die Frage: Gibt’s da nicht schon irgendwas für? – Gibt es!

Ein paar Wochen, nachdem ich den Link zu Workdate geteilt hatte, schrieb mich Christoph Skrobol, einer der Gründer von „Workdate“ an, um sich für meine Empfehlung zu bedanken.

Nachdem sich rausgestellt hatte, dass Christoph eine waschechte und erprobte HR-Seele hat, war meine Neugierde endgültig geweckt. Ich wollte gerne mehr über „Workdate“, die Geschichte dahinter und über Christophs Sicht auf HR erfahren. „Kein Problem“,  wurde mir versichert.

Was dann geschah, war einfach un…ach nein, Clickbait mache ich ein andermal.

Lest lieber mein Interview mit Christoph:

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Einblicke in den Arbeitsalltag eines selbsternannten „Low Performers“

@Low_Performer – der Twitter-Account hat mich neugierig gemacht.  Geht es hier um Performance Management? Um Unternehmenskultur? Ist das ein echter Mensch, der da tweetet, oder eine Gruppe von Gleichgesinnten – oder gar ein Bot?

Der provokante Twitteraccount hat bei näherer Betrachtung einen interessanten Kern: Hier scheint jemand am Werk zu sein, der Kritik an Unternehmens- und Feedbackkultur übt. Was treibt jemanden dazu, seine Kritik anonym in die Welt zu tweeten? Geht es darum, einfach mal rumzustänkern und Frust abzulassen?
Mich hat das so interessiert, dass ich @Low_Performer einfach mal angeschrieben habe und erstaunlicherweise hatte ich sehr schnell eine Antwort im Postfach.

Es ist tatsächlich ein Mensch, der da twittert und er hat mir sogar seinen Namen verraten: Martin. Seit Dezember 2014 twittert Martin „Interessantes aus dem Innenleben eines Großkonzerns. Und sonstige Kommentare zur schönen, neuen Bürowelt“.

Die Tweets des selbsternannten „Low Performers“ sind eine Mischung aus Zitaten, Artikeln und persönlichen Kommentaren.
Was treibt Martin dazu, die Welt anonym an seinen Erlebnissen im Arbeitsalltag teilhaben zu lassen? Geht er intern genauso offensiv in die Kritik wie extern? Mag er seinen Job wirklich gar nicht?

Ich habe ihn einfach mal gefragt.

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Tweet von @Low_Performer

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Feedbackkultur 4.0 – There’s an App for that!

Mischa Riedo kam über Twitter auf mich zu und wir haben schnell beschlossen, dass wir uns mal austauschen sollten. Der junge Schweizer schaut sich gerne um und dabei vor allem über den Tellerrand hinaus – und holt sich sein Wissen und seine Inspiration auch mal über Youtube-Videos. Obwohl er Stromberg-Fan ist, kann er mit dessen Führungsstil glücklicherweise nicht viel anfangen.

In der Banken- und Finanzwelt hat er einige Jahre mit den großen Zahlen jongliert, aber irgendwie war da das Gefühl, dass er noch mehr will und kann. Der Blick über den eigenen Schreibtisch hinaus war für ihn das Sprungbrett zum eigenen Unternehmen: Was macht HR da eigentlich mit diesen Performance Reviews? Wieso nur jährliches Feedback, wenn doch der Weg  eben auch das Ziel ist? Und wie soll ich mich denn verbessern, wenn ich mich an die Projekten so lange Zeit später nur noch rudimentär erinnern kann?!

Gemeinsam mit seinem Mitgründer möchte Mischa Feedback für Mitarbeitende (wie es in der Schweiz heißt) als auch für Führungskräfte zu einer fairen und bereichernden Angelegenheit machen. Wie er das mit QuercusApp erreichen will, erzählt er mir im Interview.

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Frühstück bei „Stromberg‘s“ – 360° Feedback revisited

Gestern habe ich in „Stromberg- der Film“reingezappt. Da gibt es eine schöne Szene, die sich darum dreht, dass für „den Papa“ an der Firmenfeier leider kein Hotelzimmer gebucht wurde.
Nachdem die Rezeptionistin ob des Buchungsfehlers die Beleidigungen zwischen Sexismus und Überlegenheitsgehabe abbekommen hat, meldete sich der neue Personaldirektor der fiktiven „Capitol Versicherungen“ zu Wort. Der stand –wie es das Drehbuch wollte – hinter Stromberg und bekam dessen Gehabe am Rezeptionstresen live mit. Es gab die erste kleine Rüge des Firmenfeier-Abends. (Dass die beiden später Schnaps trinkend an der Bar über den „Fehler von Frauen in der Führungsetage“ schwadronierten, lasse ich mal außen vor. Das würde hier den Rahmen sprengen. Wer sich den Fremdscham-Faktor hoch halten möchte, guckt sich einfach mal das Filmchen an.)

Ich musste bei dieser Szene sofort an einen Artikel denken, den ich neulich gelesen hatte. In dem wurde beschrieben, dass der ultimative Einstellungstest eines CEOs einer amerikanischen Firma angeblich darin besteht, mit den Bewerbern zum Frühstück zu gehen.
Angeblich instruiert er das Restaurant im Voraus, die Bestellung in jedem Fall falsch rauszugeben. Die Idee dahinter: Mal gucken, wie der Bewerber sich in dieser Situation verhält. Bleibt er freundlich? Macht er den dicken Macker, um sich zu profilieren? Eigentlich keine so doofe Idee.
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