Dein Job kann dich nicht glücklich machen.

Plädoyer für eine „bewusste Jammer-Kultur“.

Glücklich im Job, froh im Job, den richtigen Job finden – der Keyword- und Buchmarkt im Bereich Beruf und Arbeitsleben liest sich ein wenig wie die Literaturliste zu Liebe und Partnerschaft. Zumindest, was die Titel angeht.

Und irgendwie ist dieses Arbeiten ja auch ein bisschen wie eine Partnerschaft: Man sieht sich jeden Tag, redet viel (oder eben gar nicht), lacht zusammen, weint zusammen. Man wird zwischendrin von anderen (Unternehmen) per Xing, LinkedIn oder Headhuntern angeflirtet und lässt sich das mal durch den Kopf gehen. Merkt dann aber doch, dass es „zu Hause“ ganz schön ist. Oder dass man selbst doch zu bequem ist, jetzt was Neues anzufangen und dann festzustellen, dass „der neue“ beim Essen schmatzt oder das Gehalt nicht pünktlich überweist. Aber naja, bisschen genervt ist man halt schon von diesem Arbeitspartner. Das hat schließlich auch gerade in Deutschland eine lange Tradition. „Arbeit ist Arbeit, Schnaps ist Schnaps.“

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#2: In Ja Geiß im Interview mit Jens Munsel-Gerber

Hier also Nummer 2 der Interviewreihe: Coole Interviews von und mit coolen Menschen. Wie immer kenne ich nur den Interviewer, in diesem Fall Jens Munsel-Gerber, „The Man“ für Digitales, Kundenmanagement und Kooperationen bei berufundfamilie Service GmbH.

Ich habe gerade 10 Minuten fieberhaft überlegt, wie ich Jens eigentlich kennengelernt habe und mir fällt es nicht ein – mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß Jens es aber noch. Er ist nämlich nicht nur ein fantastischer Gesprächspartner, er kann auch eines richtig gut: Zuhören, sich das Gesagte merken und irgendwann später nochmal rauskramen. „Du hast doch mal erzählt…“, „Weißt du noch…“ –  für mich, die sehr viel redet, wenn der Tag lang ist, bisweilen manchmal eine echte Herausforderung. Aber das tolle an Jens: Er ist nie beleidigt, wenn ich mich nicht erinnere und er ist sehr geduldig.

Jens ist ein echt super Netzwerk-Vorbild für alle, die netzwerken nervig finden. Warum? Weil er sich nie laut in die erste Reihe drängelt, sondern seine Gesprächswunsch-Partner erstmal leise sondiert und dann in einer sehr angenehmen Art auf ihn oder sie zugeht. Er zeigt, dass man auch mit dieser Taktik erfolgreich Kontakte knüpfen kann.

Was sich alle Front-row-Schweine von ihm abschauen können: Er konzentriert sich voll und ganz auf seine Gesprächspartner und hat ehrliches Interesse an einer Konversation und ist nicht der „Stößchen – ach da vorne muss ich auch mal schnell „Hallo“ sagen, bis später dann!“-Typ. Was ihn auf jeden Fall zu einem Fels in der Brandung jedweder Veranstaltung macht – selbst auf Henners legendärer HR-Night. Jetzt weiß ich auch wieder, woher ich Jens kenne! Auch dort war er ein absoluter Ruhepunkt in der wuseligen Menge.

Umso spannender finde ich, dass sich der ruhige Fels in der Brandung  mit In Ja Geiss eine Interview-Partnerin ausgesucht hat, die für ihn wiederum „eine Ruhe in der hektischen Welt und insbesondere im turbulenten Berlin ausstrahlt“. „Ob ich das allerdings so kopieren kann, wage ich zu bezweifeln“, sagt er. Ich bezweifel da gar nichts, lieber Jens. Und lieben Dank schon mal an dieser Stelle dafür, dass du mit In Ja jemanden ins Interview-Boot geholt hast, der zeigt, wie „einfach“ es auch gehen kann mit dem Lebens- und Karriereweg.

Besonders hat mich In Jas Schilderung ihres Bewegungsdranges in der Kindheit berührt, weil es bei mir sehr ähnlich war. Ich habe wirklich sehr viele Sportarten ausprobieren dürfen und bei mir war immer Schluss, wenn ich auf Turniere sollte. Da hatte ich entweder „Bauchweh“ oder „die Oma hatte Geburtstag“ (gut lügen konnte ich leider noch nie).

Also, lockert schon mal eure Schultern und macht euch bereit für ein wirklich schönes Interview mit In Ja Geiß.

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#1: Cornelia Hoppe im Interview mit Sergej Zimpel

Hier ist es also. Das erste Interview aus der Reihe: Coole Interviews mit und von coolen Menschen.

Den Auftakt machen Cornelia Hoppe und Sergej Zimpel.

Cornelia Hoppe habe ich erst durch dieses Interview „kennen gelernt“ und ich muss sagen: Klare und extrem straighte Einstellungen. Cornelia würde ich nach lesen dieses Interview zutrauen, die kaumgummizähen Koalitionsverhandlungen zur Bundesregierung in zwei Tagen durchzuziehen.

Ihre Einstellung zum Leben und zum Job macht Cornelia schon durch den Namen ihrer Consulting-Firma „DONE!“ klar: Nicht lang schnacken, wir bekommen den Kram gebacken. In ihrer eigenen Vorstellung auf der Webseite setzt sich das Bild fort. Um mal zwei Zitate rauszufischen: „I fear no challenge, inside or outside of my business.“ und „My baseline: There is no love in a company, just business and numbers (ok, a little love has every company. But it´s rather magic)“.

Mich wundert nicht, dass sich Sergej Cornelia als Interviewpartnerin ausgesucht hat. Sergej kennt wahrscheinlich mehr Leute, als du und ich und wir zusammen. Wenn es was in Recruiting und HR zu wissen und zu lernen gibt: Sergej hat es schon längst Intus.

Er ist nicht nur ein exzellenter Gesprächspartner, wenn man Rat oder wahlweise auch einen hinter die Löffel will – er ist einfach ein Community-Mensch. Als Mitgründer der legendären Purple Squirrel Society e.V. hab ich ihm ungefähr meinen kompletten Werdegang mitzuverdanken. Seit neustem hat er auch einen Blog.

Ohne Sergej hätte ich weder Mut noch Power gehabt, meinen Job zu verlassen, in dem ich unglücklich war, noch würde es diesen Blog überhaupt geben. Daher war er auch der Erste, den ich gefragt hab, ob er mitmacht. 10 Sekunden später war sein „ja“ im Postfach, 3 Tage später das Interview fertig.
DONE!
Und jetzt viel Spaß beim Interview!

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2018 – fängt schonmal gut an!

Na? Alle schon in 2017, äh 2018 angekommen? Vom alten Jahr durfte ich mich auf Sergejs Blog verabschieden. Jetzt sind wir also in 2018 – „Jahr des Erde Hund“, sagt das chinesische Horoskop. Ausgeglichenheit und überhaupt nur tolle Sachen: „In einem Jahr des Hundes lassen sich sowohl privat wie auch beruflich stabile Partnerschaften aufbauen und Netzwerke vergrößern. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der Sie den Lohn für Ihre harte Arbeit ernten können. Ausdauer und Fleiß zahlen sich aus.“

Aha! Na gut, dass Trump seinen Knopf nochmal hat größer bauen lassen, damit die Welt schön im Gleichgewicht bleibt. Auch ich kann nur sagen: 2018 ist bereits ein Bomben-Jahr! Nachdem ich kurz vor Weihnachtsende bis jetzt in einem Limbus aus Taschentüchern „superweich“ und Inhalations-Dampf steckte, kann ich von meinem Rutsch nicht sagen, dass er besonders gesund verlief – aber genug der Jammerei. Wenn man ganz unten beginnt, kann es ja nur bergauf gehen.

Wie immer habe ich mir für 2018 bescheidene Ziele gesetzt: Endlich mal wieder fit werden, glücklich natürlich auch, mehr life, weniger work, der Vollständigkeit halber auch noch Achtsamkeit (BINGO!) und im Lotto gewinnen oder wahlweise noch das gesicherte Grundeinkommen erleben dürfen. Achja: Und mein Blogger-Gewissen bereinigen…
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Aber Großmutter, warum gibt es denn so wenige Frauen im HR-Rampenlicht?

Länger habe ich überlegt, dass ich etwas dazu schreiben möchte. Sollte, muss. Leicht gefallen ist es mir dennoch nicht. Es sind halt sehr schwierige und auch subjektive Themen, die man da anreisst. Frauenquote, Diskriminierung, Belästigung, #metoo… irgendwie kam dann plötzlich einiges zusammen. Aber Moment mal: Wie subjektiv ist das alles eigentlich? Ich lasse es mal auf ein Experiment ankommen.

Eigentlich pfeifen es doch die Spatzen von den Dächer: Irgendwas stimmt doch nicht im HR-Land. Ich werde ziemlich oft gefragt: Warum gibt es eigentlich so weniger HRlerinnen, die bloggen? Warum werden überwiegend Männer als Speaker, Moderatoren, Kommentatoren gebucht? Warum muss man sich als Frau eigentlich gefühlt doppelt anstrengen, um ernst genommen zu werden? Warum bekomme ich als Frau nicht die selbe Aufmerksamkeit für kluge Aussagen, wie mein Kollege?
Ich habe darauf meistens auch keine schlaue Erklärung parat. Ich frage mich folgendes:

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Trefft mich am 21.09. zu meinem Vortrag auf der „Zukunft Personal“ in Köln – mit Freikarten!

Mal was in eigener Sache:

Ich freue mich sehr, am 21.09.2017 von 14:00-15:00 Uhr auf der Messe „Zukunft Personal“ in Köln bei „Meet the Blogger“ in der Blogger-Lounge (Halle 2.1) ein Käffchen mit euch zu trinken. Quasi „zum guten Schluss“ DER größten Personalermesse Deutschlands, werde ich mit euch in trauter Sofarunde diskutieren. Und ich sage euch: Zurücklehnen ist nich – es wird spannend!

 

„Sei doch kein Bot! – Warum HR auch in Zukunft gebraucht wird“ lautet mein Vortragstitel.

Mein Ziel: Euch nach den ganzen Technik- und New Work-Inspirationen und -Innovationen der Messe, zurück auf den Boden der Tatsachen holen. Eine muss es ja tun, sorry!
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„Spende dein Talent“ – mit Unternehmenskultur Gutes tun.

In meiner Firma gibt es ein schwarzes Sparschwein. Das steht in unserer Küche und wird von jedem gefüttert, der Türen knallt, seine Zugangskarten verliert oder der so waghalsig war, gegen die unangefochtenen Kicker- oder Fifa-Meister zu wetten.
Jedes halbe Jahr wird das Sparschwein durch meine Kollegin Stephanie geleert, die das Geld dann zur Arche e.V. in Berlin bringt.

Das ist alles eine sehr analoge Angelegenheit. Bei comspace, einer Agentur für Digitales, die zur Abwechslung mal im wunderschönen Bielefeld beheimatet ist, hat man sich zum Thema Spenden ganz eigene Gedanken gemacht.

Herausgekommen ist eine (durch den Bundesverband der Personalmanager ausgezeichnete) Plattform, die monetäres Spenden mit Unternehmenskultur verknüpft.

Wie das funktioniert, was Nepal damit zu tun hat und was sich bei comspace dadurch getan hat, haben mir Hanna und Sarah zunächst am Telefon erzählt. Nach dem Telefonat hat mir Hanna nochmal weitere Fragen zum Projekt „Spende dein Talent“ beantwortet.

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Gehen oder bleiben? – Low Performer und HRisnotacrime über Konzern und Karriere.

Nach meinem Interview mit dem selbsternannten Low Performer gab es viele Reaktionen. Wieso bleibt jemand in einem Job, der ihn nicht glücklich macht? Der ihm offensichtlich mehr Unmut als Freude bereitet. Ist dieser Mensch zu bequem? Ist er zu faul? Fehlt ihm nur der berühmtberüchtigte „Tritt in den Hintern“?

Da der Kontakt auch nach dem Interview mit Low Performer erhalten blieb, konnte ich noch etwas mehr über Martin erfahren. Seine Herzensangelegenheit und Leidenschaft ist das Schreiben, das er mehr als ambitioniert verfolgt. Was lag da näher, als ihn nach einem Guestblog zu fragen?
Da ich selbst gerade vor einem großen beruflichen Umbruch stand und ich ihm davon erzählte, kam die Idee auf, darüber zu schreiben, wehalb der Eine bleibt und die Andere geht.

Und das Ergebnis ist ein sehr persönlicher Einblick:

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Women in Digital – #WIDI e.V.-Event Berlin

Es ist nun schon eine Woche her, dass der Berliner Verein #WIDI Women in Digital zu seiner Veranstaltung am 27.6. in die Deutsche Bank nach Berlin lud. Der Bericht folgt erst jetzt, weil ich im Urlaub meine Online-Kommunikation auf das Nötigste beschränke. 😉

Die Veranstaltung Unter den Linden stand ganz im Zeichen des Netzwerkens. Zum einen ist es ja auf Veranstaltungen ohnehin Ziel, mal ein paar frische Gesichter und Geschichten aufzuschnappen, zum anderen stand die gesamte Veranstaltung unter dem Motto „#FemaleEmpowerment – Trend, leere Worthülse oder Chance?“.
Bei den Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen, ging es um Netzwerken im Allgemeinen und um das Besondere am Netzwerken für, mit und von Frauen.

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Von Beruf: Frau

Die Studien belegen es: Frauen sind unterbezahlt. Das ist leider nichts wirklich neues.

Darüber hinaus sollen sie selbstverständlich Familie und Karriere abfahren. Ist ja auch nichts neues. Ist doch ganz normal und modern, hallo?! Benachteiligung war ja wohl gestern.

Ich sage: Im Gegenteil . Frauen sehen sich – insbesondere mit Kindern – im Job oft Benachteiligungen ausgesetzt. Es soll wohl immer noch Geschlechtsgenossinnen (insbesondere Frauen in Top-Positionen) geben, die in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kein Problem sehen. Disziplin sei alles und dann schafft man das schon mit der Karriere. Dass diese „Disziplin“ teuer mit Kindermädchen und einigen Tränen an Sonntag Abenden erkauft wird, wenn es mal wieder an den Zweitwohnsitz geht, davon erzählt man lieber nicht so gerne. Das Stigma der Rabenmutter.

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